Kampf der Legenden

Kasparow-Short auf chess 24.com:

 

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Garry Kasparow ist nach zehn Jahren offizieller Schachabstinenz zurück und will Nigel Short am Brett vernichten. Insgesamt werden zwei Schnellschachpartien und anschließend jeweils vier Blitzpartien gespielt. Zwei Wettkampftage sind angesetzt: Samstag den 25.4. um 21 Uhr (deutsche Zeit) und am Sonntag den 26.4. ebenfalls um 21 Uhr.

Bereits in der ersten Schnellschachpartie offenbart "the one and only chess-beast" seine unglaubliche Rechenstärke und seinen Willen Partien gewinnen zu wollen. Abseits des positionellen und ggf. etwas langweiligen Schachs der Top-Ten-Schachelite von MC und Co., zeigt Garry der Weltspitze an zwei Tagen mal wieder, wo der Frosch die Locken hat.

 

"There are so many lines to calculate, oh my gosh!" (Kommentator erste Schnellschachpartie)

 

 

  

"I'll crush everyone, I'm the number one!" (Kasparow)

Und so kam es dann auch. Kasparow schlug Short nach insgesamt zwei Schnellschachpartien und acht Blitzpartien, welche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Saint Louis gespielt worden, mit 8,5 zu 1,5. Die anderthalb Punkte konnte aber Short nur erringen, da Garry in der ersten Schnellschachpartie seinen brillianten Angriff nicht konsequent beendete und in der zweiten Blitzpartie verlor Kasparow auf Zeit; natürlich mit besserer Stellung. Dieses Zeitdilemma sollte Kasparow aber eine Lehre gewesen sein und ab der dritten Blitzpartie spielte er schneller und gewann die restlichen sieben Partien gegen Short am Stück, mit jeweils gutem bis brialliantem Angriffsspiel, für das er auch in der Schachwelt zurecht gefeiert wird.

Nigel Short führte seine krasse Niederlage auf den Zustand zurück, dass er schlecht geschlafen und einen Jetlag gehabt hätte. Also Nigel, jetzt mal ernsthaft. Auch wenn man Garry um drei Uhr morgens aus dem Bett nach einer durchzechten Nacht holte, würde er gegen dich und auch gegen jeden anderen GM haushoch gewinnen, einfach weil Kasparows Spiel einzigartig aggressiv und sehr psychologisch ist. Auch wenn er nicht immer die besten Züge laut engine findet, schüchtern einem nicht nur seine Züge, sondern auch seine ganze Person, am Brett dermaßen ein, dass man nur versuchen kann seine Verteidigung möglichst lange durchzuhalten und Kasparow in Zeitnot zu bringen. Da er gerne lange überlegt und in jeder Stellung immer die besten Züge finden will, muss man in diese Kerbe schlagen und seine (vermeintlich!?) einzige Schwäche auszunutzen versuchen. Dies hat Short nur einmal geschafft und ansonsten hat er ziemlich passiv und ideenlos gespielt, daher wurde er zurecht vernichtend geschlagen.

Wie würde wohl ein Match Kasparow gegen Carlsen ausgehen? Ich glaube diese Vorstellung bereitet dem derzeitigen norwegischen Weltmeister schlaflose Nächte, denn wir alle wissen wohl, wer hier wen am Brett dominieren würde.

Gracis Garry für einen Lichtblick am Schachhimmel zwischen all den zum Teil langweiligen Partien der momentanen Schachelite, die gerne und auch oft positionell und/oder Remis spielt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Florian G. (Samstag, 25 April 2015 22:43)

    Kasparov hat dieselben Probleme wie ich beim Blitzen: bessere Stellung und keine Zeit auf der Uhr...



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